ceci n'est pas une blague
Markus Jakob
Llinás gewinnt den FAD

Neben dem Premio Mies van der Rohe ist der wichtigste in Barcelona ausgelobte Architekturpreis zweifellos der FAD, verliehen vom Foment de les Arts Decoratives für Bauten auf der ganzen iberischen Halbinsel. Im vergangenen Jahr war Souto de Moura für sein Stadion in Braga der Gewinner. Ganz und gar nicht überraschend geht die Auszeichnung dieses Jahr an Josep Llinás für seine Bibliothek an der Plaça Lesseps in Barcelona. Näheres dazu in diesem Beitrag. – Zu Llinás’ sehr heterogener «Ahnenreihe», d.h. seinen Vorbildern und Meistern, gehört übrigens neben Coderch und Alejandro de la Sota auch Josep Jujol, dessen Teatro Metropol in Tarragona er renoviert hat (vgl. den vorletzten Eintrag).

Für ephimere Interventionen wurde der Künstler Antoni Abad ausgezeichnet, der für sein Projekt Canal Accesible bereits den in Linz verliehenen Prix Ars Electronica eingeheimst hat. Hier die überaus lohnende Website. Abad stattete verschiedene Kollektive (Taxifahrer in Mexiko, Prostituierte in Madrid, Behinderte in Barcelona) mit Multimedia-Handies aus, damit sie in Bild und Wort ihre spezifischen Erfahrungen ins Netz stellen können.

Der Preis für Intérieurs ging ex aequo an RCR Aranda Pigem Vilalta für die hier kurz vorgestellten Hotelpavillons in Olot und an Alfredo Arribas für die Ermenegildo-Zegna-Headquarters in der Vorstadt Sant Quirze, zu sehen auf seiner Website.

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